Training muss geplant werden. Die meisten von uns verwenden dazu Vorlagen, wie z.B. Joe Friel’s Trainingsbibel für Radsportler und passen diese Vorgaben an unsere terminlichen Möglichkeiten an.
Diese Adaptierung des allgemein gehaltenen Trainingsplans findet meist in Excel, OpenOffice Calc, Numbers oder einem vergleichbaren Programm statt. Und das ist der grosse Fehler.
Das Problem mit dieser Art der Trainingsplanung ist, dass sie nichts mit dem Alltag zu tun hat – die geplanten Trainingseinheiten sitzen ruhig in ihrer eigenen Datei, sie sind ausser Sicht und in ihrer eigenen Welt. Da man sie nicht im Blick hat, plant man sein anderes Leben ohne Rücksicht auf mögliche Terminkollisionen mit dem Trainingsplan zu nehmen. Da wollte man eigentlich eine Stunde früher aus dem Büro gehen um noch ins Fitness-Studio zu kommen, trotzdem macht man sich noch einen Besprechungstermin aus (der auch am nächsten Tag stattfinden könnte), weil man die Einheit nicht präsent hatte.
Da es sich beim Training aber genauso um eine Verpflichtung wie Arbeit, Familie und Freunde handelt (ein “Commitment” in der Sprache von David Allen) gehören die terminisierten Aufgaben dieses Commitments auch dorthin, wo die anderen sind: in den allgemeinen Terminkalender.
Erst wenn man das Training aus seinem Excel-Ghetto herausholt, kann es gleichberechtigt nehmen all den anderen Dingen, um die man sich zu kümmern hat, existieren.
Meine früheren – rein Excel-basierten – Trainingspläne waren stets zum Scheitern verurteilt, weil ich nur beim Eintragen einer Trainingseinheit gesehen habe, was ich eigentlich hätte machen sollen.
Seitdem ich aber meine Trainingsverwaltung in meinem Kalender mache, kann ich meine Einheiten als Teil meiner Verpflichtungen managen und in meinen Alltag integrieren.


