Der grosse Sitzcremetest

Radfahrer sitzen viel. Das mag für einige nun eine erstaunliche Feststellung sein, aber seien sie versichert, es ist wahr. Befindet sich der Radfahrer nicht gerade im Wiegetritt oder wartet an einer Kreuzung, so sitzt er.

Da das Sitzen nun also die herausragende Betätigung beim Radfahren darstellt, ist es das natürliche Anliegen des Radfahrers (sowie der Radfahrerin) diese Tätigkeit so komfortabel wie möglich zu gestalten.
Dies ist nicht immer einfach, insbesondere wenn man bedenkt, dass der werte Hintern stundenlang auf einen schnittigen Rennsattel gepresst werden muss.
Abhilfe schaffen nicht nur gepolsterte Radhosen (wobei diese wiederum diverse Probleme überhaupt erst entstehen lassen), sondern auch Gesässcreme, die der schmirgelnden Wirkung des runden Tritts einhalt gebieten soll.

Ich weiss noch genau, wie es war, als ich mir zum ersten mal eine volle Hand kalter, schmieriger, nasser Gesässcreme aufgeklatscht habe – es ist wie ein Initiationsritus, der Übergang vom Freizeitradler zum Radsportler: Sitzcreme am Hintern. Heute – viele Jahre später – ist es an der Zeit, mit dieser vom jahrelangen cremen ganz glibberigen Hand in mein Erfahrungsschatzkästchen zu greifen und die Freizeitradlertestlandschaft um noch einen Test, den die Welt nicht braucht, zu erweitern: Einen Sitzcremetest.

Getestet wurden folgende Produkte:

  • Eules Gesässcreme
  • Melkfett au naturel (ohne Zusatzstoffe)
  • Melkfett mit Teebaumöl
  • Hirschtalg
  • Assos Chamois Creme
  • DZ Nuts.

Da ich leider nicht im Besitz einer Packung DZ Nuts war oder bin, werde ich stattdessen einfach den Erfinder und Namensgeber, David Zabriskie, seines Zeichens amtierender amerikanischer Zeitfahrweltmeister und Mitglied des ProTour Teams Garmin-Transitions bewerten.
Diese Methode erscheint legitim, denn das Produkt eines Profiradlers ist sicher genauso gut (oder schlecht) wie der Radler selbst.

Die Kategorien

Sieben Eigenschaften sind es, die eine Sitzcreme zum Erfolg oder zum Reinfall (in das Cremetiegelchen) machen:

  • Originalität des Produktnamens
  • Cremigkeit
  • Geruch
  • Peinlichkeitsfaktor
  • Wirkung
  • Sattelpflege
  • Polstermöbelverträglichkeit

Der Test

Getestet wurde durch rigorose Anwendung.

Das Ergebnis

Eules Gesässcreme

Originalität des Produktnamens

Die unklare Formulierung des Prodkutnamens lässt viel Spielraum für Interpretationen: Handelt es sich um eine Creme für Gesässe, gemacht von Eule? Oder um eine Creme, die aus Eules Gesäss hergestellt wird? Schon alleine aus dieser Fragestellung ergeben sich immer wieder neue Gedankenkonstellationen, Bilder, Vorstellungen, Ideen, Konzepte, Visionen. Die Produktbezeichnung regt an zum Denken, Träumen, Entwickeln und ist mithin zwar per se nicht originell, ermöglicht aber das Besondere, Neue, Atemberaubende.

Cremigkeit

Eules Gesässcreme ist trotz ihres Namens erstaunlich zäh, und ganz und gar nicht cremig. Der Batzen bleibt, wo man ihn hinschmiert. Das wirkt nur auf den ersten Blick negativ, tatsächlich erlaubt es die Applizierung auf bedürftigen Stellen mit nahezu chirurgischer Präzision.

Geruch

Die Creme mag aus einer Hundertschaft von Kräutern und anderen natürlichen Heilsbringern bestehen, am Geruch lässt sich das nicht festmachen. Eules Gesässcreme riecht nämlich nach gar nichts, und wenn man unbedingt was sagen müsste, würde man wohl “Vasiline” sagen.

Peinlichkeitsfaktor

Hoch. Sehr hoch.

Wirkung

Gut. Die in diversen Foren und Produkt Reviews gepriesenen spontanen Heiligenerscheinungen, Ausheilungen von langjährigen Krankheiten und das Erlangen der Vorsteuerabzugsberechtigung blieben zwar aus, dennoch handelt es sich um eine äusserst taugliche Methode, sich vor unschönem Abrieb zu schützen.

Sattelpflege

Die zähe Creme, mit einigem Aufwand auf dem Allerwertesten verteilt, bleibt, wo sie ist: Am Hintern und im Sitzpolster, drängt sich aber dem Sattel nicht auf.

Polstermöbelverträglichkeit

Ähnlich wie bei der Sattelpflege verhält sich Eules Gesässcreme wie ein englischer Gentlement: Farblos, unaufdringlich, unsichtbar.

Melkfett au naturel

Originalität des Produktnamens

Grossartig. Zweifellos einer der besten Namen für etwas, das man sich auf den Allerwertesten schmiert.

Cremigkeit

Melkfett – entwickelt, um von groben Bauernhänden in rauhen Mengen aus riesigen Holztrögen geschöpft und in einem einzigen, zeitsparenden Schwung auf Kuheutern appliziert zu werden – ist entsprechend seiner Genese äusserst cremig. Die paraffinartige Masse entwickelt sich bei Hautkontakt und einhergehender leichter Erwärmung zu einem leichtfüssigen Film anhaltender Geschmeidigkeit.

Geruch

Kühe sind für ihre Geruchsempfindlichkeit berühmt, weshalb der Herrgott sie auch so erschaffen hat, dass sie ihre Nasenlöcher mit der Zunge reinigen können und der Ausgang der weniger wohlriechenden Fladen am anderen Körperende ist. Dementsprechend ist Melkfett völlig geruchsneutral, um seelische Balance und Milchqualität der sensiblen Wiederkäuer nicht zu gefährden.

Peinlichkeitsfaktor

Melkfett wäre an sich äusserst peinlich. Da es sich aber um ein sehr beliebtes Mittel zur Hinternbecremung, mithin also den Arschpflege-Mainstream handelt, ist in seinem Zusammenhang nichts heilig. Wie bei Lady Gaga.

Wirkung

Die Qualität der Methode ist reziprok zur Beliebtheit. Auch wie bei Lady Gaga.

Sattelpflege

Gut. Das Melkfett durchdringt das Chamois innerhalb von Minuten und kann dann gemeinsam mit Körpergewicht und -temperatur seine Pflegewirkung über Stunden entfalten. Der Sattel bleibt geschmeidig und sauber. Man sollte sicher allerdings nicht am Glanz stören.

Polstermöbelverträglichkeit

Ungenügend. Wie Fingerfarbenbilder, aber mit anderen anatomischen Details.

Melkfett Teebaumöl

Originalität des Produktnamens

Noch besser als “Melkfett”. Das “Teebaumöl” suggeriert höhe Viskosität bei gleichzeitiger Umweltverträglichkeit.

Cremigkeit

Die Beigabe von Teebaumöl beeinflusst die Viskosität des Gesamtarrangements entgegen aller Vermutungen nicht. Melkfett Teebaumöl ist genauso zart-cremig wie Melkfett ohne Teebaumöl, obwohl man berechtigt wäre, einen gewissen Anstieg an Öligkeit zu vermuten.

Geruch

Ganz anders als sein landwirschaftlich genützter Urahn, das Melkfett ohne Zusatzstoffe, ist die neumoderne Variation mit Teebaumöl alles andere als geruchsneutral, sondern fällt im Gegenteil durch einen besonders markanten Eigengeruch auf. Der schwer einzuordnende Odor erinnert in Textur und Grundton stark an das Öl des Teebaums.

Peinlichkeitsfaktor

Mit Teebaumöl versetztes Melkfett kann sich nicht ganz derselben Beliebtheit erfreuen wie Melkfett au naturel. Das mag daran liegen, dass die Verwendung von entzündungshemmenden Mitteln die Anwesenheit von Furunkeln, Pickeln, schorfiger oder anderwertig in Mitleidenschaft gezogener Schritthaut suggeriert. Es mag aber auch daran liegen, dass man gefragt werden könnte, was ein Teebaum ist und wie man aus ihm Öl gewinnt, wofür die eigenen Botanikkenntnisse natürlich nie im Leben ausreichen.

Wirkung

Grundsätzlich ist im Labor kein Unterschied zu Melkfett au naturell festzustellen. Subjektiv konnte das Fahrgefühl beim Langzeittest die Laborwerte nicht bestätigen. Man fährt wesentlich schneller, um dem Geruch zu entkommen.

Sattelpflege

Gut. Das Teebaumöl kann seine entzündungshemmende Wirkung voll entfalten, dies ist aber völlig irrelevant, da sich eine Satteldecke nicht entzünden kann.

Polstermöbelverträglichkeit

Im Grunde wie au naturel, aber mit Teebaumölgeruch dazu. Schauderhaft.

Hirschtalg

Originalität des Produktnamens

Prima. Ein Kosmetikum “Hirschtalg” zu nennen ist schlicht grandios.

Cremigkeit

Mittelprächtig. Hirschtalg lässt sich schmieren, scheint sich aber von seiner Grundkonsistenz nach der Eintubung nur marginal entfernt zu haben. Zäh schmierbar legt er einen dicken Schutzfilm über alle Körperregionen, die mit ihm in Kontakt kommen. Auch die Hände.

Geruch

Man würde es wohl nie vermuten, aber Hirschtalg riecht nicht gut. Erinnert an alte Männer, oder noch konkreter: Alte Jäger. Schauderbar.

Peinlichkeitsfaktor

Vorhanden.

Wirkung

Hirschtalg wirkt. Vor allem aber, wenn der Schaden schon angerichtet ist. Von einer Anwendung in situ ist eher abzuraten.

Sattelpflege

Hirschtalg hält den Hirschen geschmeidig, seine Haut zart und sein Fell samtig glänzend. Eine ebensolche Wirkung würde der Talg zweifellos auch auf die ledrige Decke des Sattels entfalten, wäre er nicht zu kompakt um durch den Sitzpolster zu dringen.

Polstermöbelverträglichkeit

Siehe Sattelpflege.

Assos Chamois Creme

Originalität des Produktnamens

Der Name ist weniger originell als vielmehr höchst verwirrend. Wenn es sich doch um eine Creme handelt, die man sich auf den Hintern schmiert, warum heisst sie dann “Chamois Creme”, und nicht “Arschcreme”? Mag sein, dass Assos die Nennung von Körperteilen aus werbetechnischen Gründen vermeiden wollte, aber die Creme nach dem Sitzpolster zu benennen, in das sie nun wirklich nicht geschmiert werden soll, ist schon eigenartig.

Cremigkeit

Assos Chamois Creme verfügt über eine gewisse artifizielle Konsistenz die bröselig anmutet, ist aber erstaunlich cremig.

Geruch

Im Vergleich zum Design von Assos-Trikots ist die Chamois Creme im wesentlichen Aufkommensneutral. Versenkt man das Näschen besonders tief in die Nussschale, in der das edle Gut geliefert wird, kann man nicht nur den Ozean rauschen riechen, sondern auch die Düfte entfernter Häfen und etwas Minze wahrnehmen.

Peinlichkeitsfaktor

Assos ist als etablierte Nobelmarke schweizer Provenienz eh schon nur was für Leute, denen nichts peinlich ist. Da der Verkaufspreis der Sitzcreme eine ähnliche Positionierung im Markt vermuten lässt kann man getrost davon ausgehen, dass Peinlichkeitsüberlegungen für die Kaufentscheidung kenne Rolle spielen und daher getrost ignoriert werden können.

Wirkung

Dem unheimlichen hellblauen Gebräu aus der Schweiz wurde Menthol oder eine vergleichbare kühlende Substanz beigemengt. Diese Eigenschaft sorgt im Frühling und Herbst immer wieder für unangenehme Überraschungen, wirkt sich aber positiv auf das Tragegefühl aus. Ebenso wie Mentholzigaretten genauso tödlich wie gewöhnliche sind ist auch die Assos Creme nur eine Creme. Aber so wie Mentholzigaretten einem das Gefühl von Frische und gutem Atem verleihen wähnt man bei Assos Chamois crème seinen Hintern nicht in glibberige Pampe eingepackt, sondern weich und wohlig auf Kaugummistreifen gebettet.

Sattelpflege

Assos Chamois Creme ist – wie alles von Assos – nicht gerade billig. Vorausschauende Radfahrer werden daher den Sattel mit einer Schutzschicht aus Melkfett bedecken, die den Sattel vom Sitzpolster und der Assos Chamois Creme abschichtet. Damit ist sichergestellt dass kein Quentchen Sitzcreme entweicht und die gesamte aufgetragene Dosis ihre wohltuende Wirkung entfalten kann. Die Sattelpflegekraft dieser Methode deckt sich mit der von Melkfett solo.

Polstermöbelverträglichkeit

Das zähflüssige Gold aus den Schweizer Alpen wird ohnehin nur in homöopathischen Dosen aufgetragen,weshalb ein Durchdringen des edlen Stoffs auf Sitzgelegenheiten jenseits des Sattels weitgehend ausgeschlossen ist. Sollte dennoch etwas davon auf ein Polstermöbel dringen wird der Radfahrer, der vermutlich noch fünfzehn Finanzierungsraten zu begleichen hat, sofort einen Refundierungsprozess in die Wege leiten, der die gesamte Creme der Innenseite seiner Hose zuführen wird. Eine mittelfristige Beeinträchtigung von Sitzpolstern kann damit getrost ausgeschlossen werden.

DZ Nuts

Originalität des Produktnamens

Mittelmässig. Zwar kann der Nachname durchaus punkten, aber der Vorname (“David”) ist an sich schon nicht besonders originell, und für Sportler seit dem Vater von Posh Spice’s Kindern eigentlich tabu.

Cremigkeit

David ist allem Anschein nach sehr cremig. Bei seinem Sturz im Manschaftszeitfahren der Tour de France 2005 ist er lang über den Asphalt geschlittert. Weniger cremige Fahrer währen sicher unmittelbar nach Strassenkontakt zum Stillstand gekommen.

Geruch

Über den Geruch von David Zabriskie können die meisten Menschen (so wie ich) nur Mutmassungen anstellen. Es darf jedenfalls angenommen werden, dass sich sein Geruch so wie der aller Sterblichen im Laufe der Zeit und von Körperregion zu Körperregion verändert.

Peinlichkeitsfaktor

Unbedenklich. Sicher, in englischsprachigen Ländern ist der Name eine ausgesprochene Peinlichkeit (“Zabriskie” …), aber in Österreich sind wir ja ganz andere Namen gewöhnt. Harmlos. Völlig harmlos.

Wirkung

Sehr gut. Schon wieder amerikanischer Staatsmeister Im Zeitfahren.

Sattelpflege

Ausgezeichnet. In typischer Zeitfahrerpose verwendet DZ nur den vorderen Teil des Sattels, was den hinteren vor übermässiger Abnutzung schützt.

Polstermöbelverträglichkeit

Zufriedenstellend. Zwar hat sich sein Bart auf Steve Cozza übertragen (weshalb Dave jetzt auch bartlos ist), aber seine Begeisterung für Garmin konnte nicht auf Bradley Wiggins abfärben, der jetzt lieber für Sky (und vermutlich wesentlich mehr Geld, oder aber gratis Satellitenfernsehen) an den Start geht.

Die Zusammenfassung

Die nahezu unvermeidliche Testergebnismatrix.

Die Rangliste und das Resumée

Platz 6: Hirschtalg
Etwas abgeschlagen direkt hinter dem vorletzten Platz kann sich Hirschtalg nicht durchsetzen und wird wohl weiterhin ein Schattendasein im Radsport führen. Zu recht, sagt der Test.

Platz 5: Melkfett Teebaumöl
Im Rennen um das beste Melkfett hat Teebaumöl nur ganz knapp das Nachsehen. Wäre es nur ein bisschen weniger peinlich eine Platzierung ähnlich der des geruchlosen Cousins denkbar gewesen.

Platz 4: Melkfett au naturel
Fast schon im oberen Platzierungsgehälft zeigt Melkfett eine gewisse Diskrepanz zwischen Beliebtheit und Performace. Wir sagen: Erlaubt ist was gefällt, und die Psyche fährt schliesslich auch mit. Daher: Wer mit Melkfett fahren will soll das tun und wird wenig Schaden erleiden.

Platz 3: Eules Gesässcreme
Eules Gesässcreme ist die richtige Entscheidung für alle, die die Höllentour gut gefunden haben und gerne durch originelles Aussenseitertum punkten.

Platz 2: Assos Chamois Creme
Das blaue Gold aus den Alpen muss sich nur knapp dem Sieger geschlagen geben. Primär deshalb, weil es weder originell noch peinlich ist. Schweiz halt.

Platz 1: DZ Nuts
Der Zeitfahrspezialist aus Salt Lake City kann sich ganz knapp gegen die blaue schweizer Pampe durchsetzen. Grund dafür sind vor allem seine Cremigkeit, sowie seine ausgezeichnete Wirkung, die sich allerdings auf den direkten Anwendungsbereich beschränkt.

Resumée: Der grosse Sitzcreme-Test kommt zu einem durchaus erstaunlichen Ergebnis: David Zabriskie geht als klarer Sieger hervor. Grund dafür sind vor allem seine Cremigkeit, sowie seine ausgezeichnete, aber auf den Anwendungsbereich beschränkte Wirkung.

Update: Der Grosse Sitzcreme-Test wurde upgedated. Als anhaltendes Projekt kommen in regelmässigen Abständen neue Produkte hinzu. Das erste Update mit neuer Ergebnis-Matrix und neuer Rangliste findet sich hier.

6 Kommentare zu “Der grosse Sitzcremetest”

  1. woge, 31. August 2010 23:36:

    Grossartig. Bekommt von mir den “Wet Dot Award”.

  2. Koblet, 1. September 2010 19:24:

    Ich hätte als entscheidendes Kriterium zwischen Platz eins und zwei noch einen Löffel aufgegessen und erst dann den Sieger gekührt!

  3. peter, 1. September 2010 20:59:

    ein löfferl vom guten dave? na, da hätten wir beide eine freude g’habt …

  4. Leslie Griem, 26. November 2010 17:23:

    Love your site man keep up the good work

  5. van hire expert, 3. Mai 2011 08:43:

    This is a wonderful article. I treasured examining it, and I have connected it so I could come back in the future. One of the things I loved probably the most was the way you got straight to the particular instead of dancing around the problem like a lot of people do. That’s quite refreshing particularly today. Many thanks.

  6. peter, 3. Mai 2011 08:48:

    dear van hire,

    before editing out the website link in your comment just let me say that i marvel on your use of “going straight to the particular” regarding chamois cream.

    it is not often that i feel compelled to reply to comment spam, but you sir make an exceptionally exceptional exception.

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