Über Le Rouleur Lent

Als ich 2005 mit dem Rennrad fahren begann, hätte ich mir auch nicht gedacht, dass es mal so endet.
Tut aber es aber. Man kann seinem Schicksal nicht ausweichen, und mein Schicksal scheint zu sein, ein spät berufener Radfahrer zu sein.
Damit einher geht alles, was Spätberufene so an sich haben: Keine Grundlage, keine Technik, keinen Biss, keine Ahnung.

Das lässt sich ändern. Und das ist der Sinn dieser Veranstaltung. Sie ist die Geschichte eines Überdreissigjährigen langsamen Rouleur, gefangen in einer Gruppe von steigungsgesteuerten Wahsinnigen, deren Definition von Berg irgendwo nach 15% beginnt.
Es ist die Geschichte vom Versuch, ein klares Trainingsziel umzusetzen: Schneller zu werden.
Und schliesslich ist es auch die Geschichte vom Versuch, dieses Trainingsziel einzuklemmen zwischen Full-time Job, Sozialleben und Beziehung und trotzdem noch möglichst viel Spass am Radfahren zu haben. Und mit den Jungs rauszukommen, auch wenn die immer nur Berge fahren wollen.