Nun waren wir also in Turin. Was kann man sonst noch sagen? Dass wir pünktlich mit historischer Verspätung nicht um 04.00 in der Früh gestartet sind, sondern um 04.35. Dass es von Mondroví nach Turin 310 Kilometer sind, es über den Colle del Sestriere geht und insgesamt 3.000 Höhenmeter zu überwinden sind.
Dass die schnurgeraden Strassen der Poebene nervenaufreibend sind, wenn man Seiten- oder Gegenwind hat. Dass die Abfahrt von Sestriere nach Susa gespickt ist von kleinen Gegenanstiegen, die bei starkem Gegenwind auch in der Gruppe echte Schwierigkeiten bereiten können. Dass ich seit einer Woche dieses Post vor mir herschiebe, weil ich irgend etwas gehaltvolles hinzufügen möchte.
Dabei ist das im Grunde gar nicht nötig. So ein Unterfangen steht ja für sich selbst. Was soll man da noch grossartig hinzufügen? Natürlich, einem Tim Krabbé würde da einiges einfallen, und Jean Bobet würde die trockene Darstellung um einige messerscharfe Beobachtungen bereichen. Aber mir – mir fällt wenig ein, das man über diese Fahrt erzählen könnte, was nicht ohnehin völlig offensichtlich wäre. Dass es anstrengend war. Klar. Dass es schön war. Klar. Dass Vasil Kiryienka den Anstieg nach Sestriere wohl doppelt so schnell wie ich genommen habe. Auch klar.
Daher – nur ein paar Bilder, für die ganz Interessierten die GPS-Daten samt elementarer Biometrie und sonst wenig ausser der Genugtuung und Zufriedenheit, ein gestecktes Ziel erreicht zu haben.
Dafür hätte es nun wirklich keiner Woche bedurft.
Noch viel mehr Bilder gibt’s auf Flickr – bei Radcore und bei mir.





