Die Radsport-Industrie muss ja grundsätzlich mit Saisonen leben, und ist daher wie jede andere saisonal organisierte Industrie zyklisch ausgerichtet. Soll heissen: Wenn’s kalt ist werden Wintersachen zum Verkauf angeboten, weil die Leute Wintersachen brauchen, wenn’s heiss ist gibt’s Sommersachen, weil die Leute mit den Winterhosen im Sommer zu sehr in’s Schwitzen kommen.
Naturgemäss bleibt dem Feilbieter der edlen Waren aber am Ende der Saison aber etwas über, das er natürlich auch noch loswerden will, zur Not auch um weniger Geld. Daher kauft der Schlaue nach Möglichkeit azyklisch, d.h. im Frühling Wintersachen, im Herbst Sommersachen.
So war auch diese Produktempfehlung gedacht. Aber wenn ich mir das Wetter so ansehe (-1° WTF?) könnte man das feine Teil durchaus auch noch diese Wintersaison einsetzen.
Die Rede ist von der SUGOi Firewall 220 Softshell Jacke. Meine tiefgreifende Begeisterung liegt wohl auch darin begründet, dass es die erste Softshell ist, die ich mein eigen nenne, und ich immer noch ganz begeistert davon bin, wie warm so ein dünnes Stofferl halten kann. Denn dünn ist sie wirklich. Dünner als ein normales Radtrikot, und warm hält sie auch. So warm, dass ich mit kurzem Trikot, langem Trikot und drüber der SUGOi Firewall 220 auch bei -7° überhaupt keine Probleme hatte.
Ich bin dank dieser Jacke mittlerweile ein echter SUGOi-Fan; Sie ist gut durchdacht und funktionell, sieht obendrein noch gut aus (die einzige mir bekannte Winterjacke, in der man nicht blaad aussieht) und ist preislich vertretbar, wenn man azyklisch kauft. Was auch der Wermutstropfen bei SUGOi ganz generell ist, das kommt teilweise schon auf’s Assos-Niveau. Aber gerade bei Schlechtwetterbekleidung bin ich durchaus bereit, für Qualität etwas mehr hinzulegen, denn es gibt zwei Dinge, die ich wirklich wirklich wirklich hasse: Wenn mir kalt ist, und wenn ich nass bin. Und im schlimmsten Fall beides zusammen.




