Sitzpositionen

Da soll einer nochmal sagen ich würde zu tief sitzen.

Man beachte die Sitzposition von David Zabriskie (ab Minute 4:36). Dagegen bin ich ja ein regelrechter Hochhucker.

Enigma

Bis vor kurzem war mir die Aufregung und der frenetische Ehrgeiz, mit dem die Debatte um Lance Armstrong in der amerikanischen Öffentlichkeit geführt werden, völlig unverständlich, ebenso wie wohl den meisten Europäern auch.

Aber nun habe ich endlich begriffen, worum es eigentlich geht, bei der Frage, ob Lance Armstrong hie und da und eventuell und vielleicht ein bisschen zu unlauteren Mitteln gegriffen haben könnte. Es geht nicht (nur) um sieben Tour de France-Siege und ein Weltmeister-Trikot. Es geht auch nicht um das Multimillionen-Dollar-Imperium, das er gemeinsam mit Chris Carmichael, Johan Bruyneel und Nike aufgebaut hat.

Tatsächlich geht es um seinen Status als Idol, und als Monument – nicht des Radsports, sondern des Lebens. Mit seiner Geschichte des Krebsüberlebenden, der sieben Mal das “härteste Radrennen der Welt” gewonnen hat (eine Beschreibung, die in dieser Form massgeblich vom Armstrong-Lager geprägt wurde), ist er ein Icon des gesellschaftlichen und individuellen Kampfs gegen eine Krankheit, die praktisch jeden Menschen in der westlichen Welt direkt oder indirekt betrifft.

In dieser Position betont er stets seine Authentizität, seine Glaubwürdigkeit als jemand, der selbst von dieser Krankheit betroffen war und ist (da sein Körper nicht unversehrt blieb), und genau diese Glaubwürdigkeit steht nun auf dem Prüftstand.

Für uns Europäer ist Lance Armstrong letztlich Yet Another Guy On a Bike (YAGOB), was die Aufregung um seine Doping-Probleme letztlich nur schwer verständlich macht. Für die amerikanische Öffentlichkeit (und nicht nur die Radsport-interessierte) ist er Symbol. Kein Wunder, dass dann die Wellen  höher schlagen.

Bodenhaftung

“Todays stage showed what the best tyres in the peleton are for anyone undecided, VELOFLEX RULE!” -- Bradley Wiggins

Brad Wiggins bezieht sich dabei auf diese kleine Eskapade von Rémy Di Grégorio, dem Sieger der siebten Etappe von Paris-Nice 2011:

Ich selbst war heute zum ersten mal wieder mit dem Rennrad unterwegs, aber bei wesentlich besserem Wetter. Und ich muss sagen: Recht hat er, der Herr Wiggins!

No news is good news?

Wie man bereits lesen konnte spitzt sich die Saison 2011 dramatisch zu, doch es dauert noch ein wenig bis ich mich vom cerebralen schock erholt habe und ausführlich darüber berichten kann.

zur überbrückung der wartezeit daher mal wieder was englisches.

TRACK WORLD CUP | MANCHESTER | A SHORT FILM from British Cycling on Vimeo.

ich geh jetzt Rad fahren.

Aufgeben

Aufgeben ist nicht unbedingt im Standard-Vokabular eines Radfahrers, auch wenn wir alle schon unsere gesunde Dosis Kapitulation hinter uns haben. Dann, wenn wir vor Aufgaben gestellt werden, denen wir einfach nicht gewachsen sind. Und unter diesen Umständen darf man hoch erhobenen Hauptes sein Rad in die Ecke stellen und sagen: “Das ist zuviel!”

So wie die Scharen von Rennfahrern, die 2010 bei Kuurne -- Bruxelles -- Kuurne vor dem bitterkalten flämischen Wetter kapituliert und die Besenbusse gefüllt haben. So zahlreich waren die Aufgaben, dass für Daniele Bennati kein Platz mehr war.

Wie viele der DNFs von 2010 wohl dieses Wochenende wieder dabei sind?