Über Radstädter Tauern und Turrach

Das also versteckte sich hinter der geheimnisvollen Anküdigung: Eine kleine Radtour von Salzburg in’s Kärnterische Ebene Reichenau. Über 160 km und 2.602 Höhenmeter ging’s bei ordentlichem Fön (das wäre dann starker Gegenwind für alle, die geographisch nicht so top auf der Höhe sind) über Radstätter Tauern und Turracher Höhe. Zwei wirklich hundsgemeine Berge, die durch Gegenwind und Baustellen am Radstätter Tauern noch viel hundsgemeiner wurden.

Die Fahrt war spannende Erfahrung für mich; Mein Vater ist in seiner aktiven Radfahrerzeit die Strecke zweimal gefahren, und ich habe ihn beide Male sehr dafür bewundert. Für einen kleinen Jungen war die Bewältigung dieser Strecke eine schier unmögliche, übermenschliche Aufgabe. Jetzt, ein paar Jahre später, nachdem ich dieselbe Strecke gefahren bin, ist mein Respekt vor der sportlichen Leistung meines Vaters unverändert hoch. Der einzige Unterschied zu früher ist, dass ich jetzt weiss, wie schwer es war und ist.

Damit ist meine Strassensaison effektiv beendet. Alles, was jetzt kommt, ist nur mehr reinste Freude an der Bewegung.

Und dann ist ja eh wieder Crossen angesagt.


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Cheatsheets

Wer in unbekannte Gegenden reisen und dennoch keine Karte mitnehmen will kann es auch mit wesentlich einfacher herzustellenden Cheat Sheets probieren:

Man nehme ein Stück Papier, z.B. eine Karteikarte im Format A7 und beschrifte sie mit wichtigen Waypoints der geplanten Route – z.B. alle grösseren und kleineren Ortschaften durch die man kommen möchte, oder Strassennummern. Hilfreich sind auch Richtungspfeile (links oder rechts) für Kreuzungen, denn nicht immer sind alle Ortschaften an Kreuzungen angeschrieben. Diese Karte(n) kann man dann in eine Klarsichtfolie geben, die man zurecht schneidet und mit Klebestreifen (okay, okay: “Tixo”) zuklebt. So bleibt die Karte lesbar und trocken.

Durch das handliche Format eignen sich die Cheatsheets sowohl dazu, in die Trikottasche geschoben zu werden, als auch zwischen Oberschenkel und Hose. Da hat man sie dann immer griffbereit, was bei Navigationsgenies wie mir immer hilfreich ist.

Sparsam

Was ist die wichtigste Fertigkeit des Randonneurs?

Sorgfältiger Umgang mit vorhandenem Stauraum.

Bilder aus der Toskana

Ein bisschen was zum neidisch werden.

Aber tröstet euch: Es hat viel geregnet.

Wie man sich auf eine Radreise vorbereitet: Karten.

Radreisen sind eine ganz wunderbare Sache – sie führen einen in unbekannte Regionen der Erde und geben uns die Möglichkeit, neue Strecken zu erkunden.

Das ist aber gleichzeitig auch die Herausforderung von Radreisen und Radurlauben: Nicht verloren gehen wenn man hingerissen von Wetter und Landschaft (oder Herzfrequenz und Trainingszustand der Begleiter) durch die Gegend zottelt und die Welt um einen herum vergisst.

Gewitzte Reisende begegnen dieser Gefahr durch Mitnahme und Studium von Karten des bereisten Gebiets. Für Radfahrer machbar, aber unpraktisch, da Strassenkarten meist ein grösseres Format als Trikottaschen haben, und selbst die bestlackierteste Karte dem Radlerschweiss auf Dauer nicht gewachsen ist.

Schön wäre es also, die Navigationshilfen kleiner und wasserfest zu machen. Auch ohne GPS oder teures (Smartphone)-Daten-Roaming gibt es dafür einige einfache, aber effektive Methoden.

Google Maps zum Mitnehmen – Kostenlos

Die erste Möglichkeit ist, Google Maps ganz einfach mitzunehmen – aber nur der Teil der Karte, der uns interessiert. Dafür können wir einen Screenshot der Umgebung machen, die wir befahren wollen, und auf ein SmartPhone laden.
Leider sind Karten in entsprechendem Detailgrad meistens grösser als der Bildschirmausschnitt, in dem Google Maps angezeigt wird – man müsste also scrollen und Screenshots machen, und diese dann mühsam zusammenstückeln.

Einfacher wird es mit einem Firefox-Plugin namens Screengrab!, das erlaubt, einen Screenshot einer Seite anzufertigen, die grösser ist als der Bildschirm.

Hier die Vorgehensweise Step-by-Step:

  • Screengrab! von http://www.screengrab.org/ installieren und FireFox neu starten.
  • Auf maps.google.com gehen und das “Zentrum” des interessanten Gebiets wählen. Als Zoom-Level hat sich die Stufe 5 bewährt (d.h. ganz reinzoomen, und dann fünf mal rauszoomen).
  • Auf “Link” gehen und den “HTML-Code zum Einbetten in eine Website” kopieren.
  • Text-Editor öffnen und den Code in ein neues Dokument einfügen.
  • Den Text width=”425″ height=”350″ ändern auf width=”2000″ height=”2000″.
  • Datei als “map.html” speichern und im FireFox öffnen.
  • Durch Klick auf das ScreenGrab-Icon rechts unten kann nun ein Screenshot des gesamen Kartenausschnitts angefertigt werden.
  • Die Zoom- und Grössenparameter entsprechend anpassen sollten die ausgewählten Werte kein zufriedenstellendes Ergebnis liefern.

Dieses Bild kann man nun z.B. auf sein SmartPhone laden. Für das iPhone ist iPhoto nicht geeignet, da es alle Bilder in niedrigere Auflösung skaliert – die Karte wird damit unlesbar. Stattdessen muss man auf einen Filebrowser wie z.B. Files lite zurückgreifen.

Ausschnitt aus der resultierenden Google Maps Karte.

Maps zum Mitnehmen – Kostenpflichtig

Für iPhone-Besitzer gibt es noch eine andere Variante: Die kostenpflichtige iPhone-App offmaps erlaubt es, Kartenmaterial (nicht das von Google) auf dem iPhone zu speichern und ohne Internetverbindung darauf zugreifen zu können. Was je nach Destination notwendig ist, um extreme Datenroamingkosten zu vermeiden.
Offmaps kostet € 1,59.

Die Gegend um Arezzo in Offmaps.

Maps zum Mitnehmen – Analog zu Digital

Die letzte Variante ist im Grunde die einfachste -  mit der Digitalkamera ein Photo von der Strassenkarte bei guter Beleuchtung machen und speichern. So hat man die Karte immer auf der Kamera mit dabei.

Der treue Freund des Autofahrers, konvertiert in einen treuen Freund des Radfahrers.