Neulich über dem Leopoldsberg

Das IPhone ist nicht immer der beste Zeitzeuge, besonders, wenn es um die Dokumentation athmosphärischer Besonderheiten geht. Das da über dem Leopoldsberg, rechts neben der Sonne, ist kein Lens Flare, sondern ein waschechter Regenbogen.

Herrlich.

Hallo, Wien!

Ist schon schön hier.

Entschärft

Wiens ärgerlichste Errungenschaft für Radfahrer – der Ringradweg – wurde diese Woche ein Stück sicherer: Wo nun zwei Baustellenabsperrungen stehen verdeckte bis vor kurzem noch eine Litfaßsäule die Sicht auf den Gegenverkehr. Schön, dass das Ding nun weg ist. Aber kombinierte Fuss-Radwege sind und bleiben ein Unsinn. Gerade am Ring.

Streuverlust

Eine der Hauptaufgaben im Sommer ist das Auskundschaften neuer Strecken für den Winter. Dabei ist es besonders wichtig, ein achtsames Auge auf die Umgebung zu haben und die entsprechende Vorstellungskraft, die notwendig ist, um eben jene Umgebung in einer anderen Jahreszeit – in unserem Fall: Winter – zu imaginieren.

Verfügt man über diese Imaginationsgabe, so kann man leicht Gefahren erkennen, die erst in vielen Monaten schlagend werden.

Hier sehen wir so eine Situation. Die vermeintlich gut ausgebaute Strasse kann sich im Winter leicht in eine Todesfalle verwandeln. Warum?

Hinter dem Wegweiser entdeckt man den zugegeben sehr versteckten Hinweis der Magistratsabteilung 48 auf die “Streugrenze”, d.h. den Punkt, bis dem die Stadt Wien die Sicherheit und das Wohlbefinden ihrer Einwohner durch die grosszügige Ausbringung von Rollsplit und Streusalz sicherstellen möchte. Hinter diesem letzten Zeichen sicherer Grosstadtgeborgenheit tun sich die weiten des wilden Niederösterreich auf, in dem der Grossfürst für seine Untertanen durch ebensolche gewissenhafte Streuung sorgt. Doch zwischen diesen beiden Grenzen liegt ein Abschnitt Niemandsland, ein dünner Streifen der Gefahr, in dem ein Mann noch ein Mann und Glatteis noch Glatteis ist. Dieser Gefahrenabschnitt, in dem es bei Strafe verboten ist, zu halten oder gar zu parken, darf selbst im Sommer nur zügig durchschritten werden. Im Winter hingegen türmen sich vermutlich Tonnen von Schnee und Eis auf, und weder Wien noch Niederösterreich stemmen sich mit ihrer magistratischen Kraft den Urgewalten der Natur entgegen. Es ist klar, dass ein Durchkommen im Winter hier wohl nur im Rahmen einer wohlorgansierten Expedition möglich ist.

Priceless

Haha, Wien wie es lacht und tanzt: fast vom Bus überfahren werden und wenn man sich beschwert vom Fahrer mit “wos wüst, deppada?” angesprochen werden. Einfach grossartig.