Na toll. Regenwetter und Erkältung so knapp vor dem Leithaberg-Marathon. Besser hätt ich’s gar nicht treffen können.
(Ihr seht, ich bastle schon an einer Verteidigungsstrategie, falls das Ergebnis nicht passt)
Na toll. Regenwetter und Erkältung so knapp vor dem Leithaberg-Marathon. Besser hätt ich’s gar nicht treffen können.
(Ihr seht, ich bastle schon an einer Verteidigungsstrategie, falls das Ergebnis nicht passt)
Von Greifenstein an der Donau nördlich von Wien geht eine kleine Strasse hinauf nach Hadersfeld. Was man über diese Strasse wissen muss ist nicht nur, dass sie 2,8km lang ist, und man auf dieser Distanz 240 Höhenmeter überwindet, sondern dass es der 6%-Anstieg zu einem legendären Ruf geschafft hat.
Wenig Verkehr, gleichmässige Steigung und Nähe zur Stadt machen die Strasse zum Idealen Kandidaten für eine Normstrecke, an der man regelmässig seine Form übrprüfen und mit den Zeiten Anderer vergleichen kann.
Was nicht immer eine gute Idee ist, wenn man bedenkt dass dort regelmässig Bergzeitfahren ausgetragen werden, bei denen sich die Creme de la Creme der Radrennfahrer der Umgebung trifft und die besten Zeiten deutlich Sub-8 (Minuten) sind.
Trotzdem und egal – als durchschnittlicher Basiswappler hat man eh nur seine eigene Zeit, die es zu schlagen gilt, und die Rekorde der anderen sind im besten Fall zum Amusement über die eigene Unzulänglichkeit geeignet.
Das bin ich vor rund einem Jahr:
(die Pulskurve kann man gut und gern vergessen, da hat’s was gröberes gehabt), und das bin ich heute:
Mit berechneten 300 Watt eher ein Kaninchen als ein Gepard, bring ich es doch immerhin auf 4,166 Watt pro Kilo Lebendgewicht.
Und kann die Leistung wesentlich kontrollierter abrufen als letztes Jahr. Und der Einbruch kurz vor’m ziel ist auch weg. Na immerhin. Ein erster ernstzunehmender, messbarer Trainingserfolg.
Einige mögen sich noch daran erinnern, Thema dieser Veranstaltung war ja eigentlich nicht der Austausch von Kochrezepten, sondern die Geschwindigkeit am Rad, und deren nachhaltige Steigerung.
Ich hab mir jetzt mal die Mühe gemacht und meine Aufzeichnungen ab Dezember 2007 (ab da gibt es welche) ausgewertet – und zwar nach der Durchschnittsgeschwindigkeit aller Ausfahrten.
Das Ergebnis ist in folgender Grafik zu finden:
Dabei ist die absolute Durchschnittsgeschwindigkeit völlig unerheblich, es geht nur um die relative Veränderung, visualisiert durch die rote Trendlinie.
Der Grafik liegt die Annahme zu Grunde, dass sich die Art der Ausfahrten über die Zeit nicht ändert, d.h. Steigungen, flache Strecken, Fahrten alleine oder in der Gruppe, Wind etc. zumindest über Monate hin gesehen gleich bleiben.
Diese Annahme ist sehr sicher nicht korrekt: Meine aktuelle Durchschnittsgeschwindigkeit dürfte sogar noch leicht über dem ermittelten Wert liegen, da wie bereits erwähnt der Crosser eine niedrigere Geschwindigkeit misst. Darüber hinaus kann man davon ausgehen, dass es in der Art der Ausfahrten saisonale Unterschiede gibt (mehr Grundlage im Winter, schnellere (Gruppen)Ausfahrten im Sommer).
Doch auch mit den vorliegenden Daten ist die Trendlinie recht eindeutig. Scheinbar werde ich seit 2007 schneller. Auch ohne Training. Verwirrend.
Anything that can possibly go wrong, does.
Unklare Autorenlage, lest das doch selbst, ich hab keine Zeit für sowas.
Wenn man so ein Buch wie Joe Friel’s “Trainingsbibel für Radsportler” ersteht und durcharbeitet, könnte man sich anschliessend fragen, was genau so schwierig sein soll am Trainingspläne erstellen. Einfach in einer Zeitleiste nachsehen, Werte aus ein paar zweidimensionalen Tabellen raussuchen, alles in den eigenen Kalender eintragen, fertig.
Das an sich ist aber sicher nicht die Kunst. Spannend wird es eigentlich erst, wenn mit dem ursprünglichen Plan etwas schief geht. Unfälle, Erkrankungen, andere Verpflichtungen (ja, in der Tat, sowas kann es geben) hinterlassen manchmal einen Krater im Trainingsplan, dass sogar eine Peacekeeper blass werden würde.
Und dann?
Viele Hobbyradsportler beklagen trotz durchschnittlichem Körpergewicht (also ohne sonderlicher Diskrepanz in ihrer absoluten und relativen Wattleistung) ihre spezifische Bergschwäche, die oftmals aber gar keine ist. Am Berg zeigt sich die allgemeine Schwäche nur offensichtlicher, weil der Windschatteneffekt wegfällt und bei Trainingsausfahrten in Gruppen oder in Wettkämpfen am Berg meist forciert wird und sich dann eben die Spreu vom Weizen trennt.
Ich werde in mich gehen …