“Failing to plan is planning to fail.” (unknown)
Oh Gott. Nein. Bitte keine Projektmanagement-Platitüden.
“All of old. Nothing else ever. Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.” (Samuel Beckett)
Das ist schon besser. Die Herausforderung bei der Trainingsplanung ist ja weniger, ein paar Tabellen aus einem Handbuch abzuschreiben oder zu einem professionellen Trainer zu gehen und zu tun, was er oder sie einem sagt. Die eigentliche Herausforderung ist es, diese Trainingsplanung auch umzusetzen. Und das, obwohl wir unzählige andere Verpflichtungen und Interessen haben.
Ausdauertraining ist nicht nur anstrengend, sondern verlangt auch sehr viel Zeit. Zeit, die die meisten von uns eigentlich gar nicht haben, und unseren Alltag um unser Training herum zu organisieren ist ein guter Rat aus den oben erwähnten Büchern, aber meistens schlicht Fiktion.
Was vielleicht auch gut ist, so verfallen wir wenigstens nicht in die Wahnvorstellung, irgendetwas mit den Typen, die wir immer im Fernsehen betrachten, gemein zu haben.
Und so – aus der sicheren Distanz des Hobbysportlers – müssen wir Beruf, Familie, Hobbies, Sport und Training (ja, die letzten drei kann und soll man voneinander trennen) jonglieren und unter einen Zeit- und Energieplanungshut bringen.
Das ist nämlich der Zweite Haken: Das freischaufeln von Zeit zu einem Zusammenhängenden Block, der gros genug ist, um eine Trainingseinheit sinnvoll unterzubringen ist eine Sache.
Seine Energievorräte aber so zu dosieren, dass qualitativ hochwertiges Training ebenso möglich ist wie ein ausgeglichenes Leben abseits des Rads eine ganz andere.
Wenn man sich um 5 in der Früh halbtot auf das Rad quält um noch schnell vor der Arbeit eine Trainingsstunde unterzubringen hat man nichts davon ausser schlechter Laune. Die haltet dafür aber den Rest des Tages an.
Geht man aber brav jeden Tag um acht ins Bett, damit man um 5 fit für eine kleine Radeinheit ist, tja, dann kann man sich eigentlich gleich für die Pension anmelden.
Es geht also – wie nicht nur so oft, sondern eigentlich immer – darum, einen sinnvollen Mittelweg zu finden, eine Ausbalancierung, die es einem erlaubt, das eigene Commitment zu all seinen Interessen auf Dauer aufrecht zu erhalten.
Wie sich das genau ausgestaltet muss jeder für sich selbst entdecken. Ich schreibe hier hin und wieder über meine Erfahrungen damit, und versuche ein paar Tips zu geben, mit denen man sich das eine oder andere Handwerkszeug aneignen kann, mit dem es vielleicht leichter geht.
Alle Beiträge zum Thema Trainingsplanung findest Du hier.